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EIN ZENTRUM DER FORSCHUNG

 

Durch seine Kolloquien und regelmäßigen Veröffentlichungen von Lehrbüchern und Artikeln zum deutschen Recht in französischer Sprache und zum französischen Recht in deutscher Sprache, ist das Centre juridique franco-allemand ein wichtiger Vermittler zwischen den Rechtskulturen Deutschlands und Frankreichs.

 

Die Universität des Saarlandes ist die einzige Universität in Deutschland, die mit zwei französischen rechtswissenschaftlichen Lehrstühlen ausgestattet ist: dem Lehrstuhl für französisches Öffentliches Recht von Professor Christian Autexier und dem Lehrstuhl für französisches Privatrecht von Professor Claude Witz. Es ist das Anliegen der beiden Direktoren, die Verbreitung des französischen Rechts in Deutschland zu fördern und in Frankreich die Grundlagen für das Verständnis des deutschen Rechtes zu legen, um als kultureller Vermittler zwischen den beiden Rechtssystemen zu dienen. An den Lehrstühlen sind viele ehemalige Studenten des Centre juridique franco-allemand mit Abschlüssen aus einem oder beiden Ländern und Doktoren und Doktoranden in der Rechtsvergleichung tätig.

 

LS für Privatrecht

Schwerpunkt des Lehrstuhls für französisches Privatrecht ist die Forschung auf dem Gebiet des deutsch-französischen Schuldrechts sowie des UN-Kaufrechts. Der Lehrstuhl beteiligt sich außerdem an der aktuellen Diskussion um die Harmonisierung des europäischen Vertragsrechts.

 

CISG

 

Publikationen

 

LS für Öffentl. Recht

Vom Lehrstuhl für französisches Öffentliches Recht stammen zwei Einführungen in das Recht des jeweils anderen Landes: "Introduction au droit public allemand" in französischer Sprache und "Einführung in das französische Recht" in deutscher Sprache. Professor Autexier hat zudem die deutsch-französiche bibliographische Datenbank BIJUS entwickelt, die kostenlos im Internet zur Verfügung steht. Sie enthält 7500 Nachweise von Büchern und Artikeln, 90 Textsynopsen und mehrere Hundert Fundstellen von Übersetzungen deutscher und französischer Gesetze.

 

BIJUS

 

 

 

 

Die Direktoren des Centre juridique franco-allemand führen seit 1998 sog. Promotionsverfahren "en cotutelle" durch. Diese Promotionen werden von einem Doktorvater oder einer Doktormutter in Saarbrücken und einen Doktorvater oder einer Doktormutter an einer französischen Rechtsfakultät betreut. Sie führt nach der Verteidigung der Arbeit vor einem zu gleichen Teilen mit deutschen und französischen Professoren besetzten Promotionsausschuss zum gleichzeitigen Erwerb des "docteur en droit" und des "Doktors der Rechte (Dr. iur.)". Das erste deutsch-französische Promotionsvorhaben "en cotutelle" wurde am 30. Oktober 1998 abgeschlossen. Bis Dezember 2006 folgten zehn weitere und ebenso viele sind gegenwärtig in Vorbereitung. Damit liegen die deutsch-französischen Juristen aus Saarbrücken im Spitzenfeld der deutschen und französischen Rechtsfakultäten.